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Wahrnehmung Die zunehmende Ausbildung selbstorganisierender funktioneller
Systeme im Umgang mit dem eigenen Körper und der Auseinandersetzung
mit der Umwelt erfolgt allmählich und schrittweise. Diese Körperidentität wird in der Anfangsphase der Entwicklung des Kleinkindes als ein selbstverständliches Phänomen hingenommen, das in der mentalen Repräsentation keine subjektiv wahrgenommene selbständige Bedeutung besitzt. Trotzdem können wir davon Ausgehen, das sich schon bald
nach der Geburt das zuerst sehr diffuse Bewusstsein eines Eigen -Ich in Abgrenzung gegenüber der Umwelt
und anderen Personen ausbildet. (Einschulung für das Kind) Das Körperschema!
Von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der
mentalen Repräsentation sind die Erfahrungen mit dem
eigenen Körper. Sie beginnen bereits beim Heranreifen
des Feten in der Gebärmutter . Durch die aktiven Betätigungen in der Umwelt gehen laufend
unbewusste multisensorische Informationen über die Wahrnehmung
der Körperbewegung ein. Informationen aus der Umwelt, über Begrenzung der Körperoberfläche und über die Form der sich aktiv betätigenden Gliedmaßen des Kopfes und des Körpers in immer erneuten Kombinationen auf den verschiedenen Repräsentationsebenen gespeichert. Die Berührung der Haut, die ständigen Bewegungen der Extremitäten, des Kopfes und des Rumpfes bilden den konstantesten Informationszufluss zum Gehirn. Man kann es heute als gesichert ansehen,
das die Ausbildung des Körperschemas auf einer genetischen
Vorgabe erfolgt. Das Phantombild - ein Teil des Körperschemas? Das durch ständig wiederholte Erfahrung auf der mentalen
Repräsentationsebene stabilisierter Körperschema
bleibt auch dann noch erhalten, wenn die Betätigung durch
körpereigene Afferenzen ausbleibt. Es können Empfindungen verschiedenster
Art wahrgenommen werden, obwohl es in Wirklichkeit gar nicht
vorhanden ist. Dies kann mit unterschiedlichster Form und Geschwindigkeit geschehen. Das Phantombild verschwimmt allmählich, hängt frei in der Luft oder wird in den Amputationsstumpf hinein projiziert. Die verschiedenartigsten Wahrnehmungsqualitäten wie Berührung, Art der getasteten Oberflächenstruktur, Druck Schmerz, Temperaturempfindung, Jucken u.a. können in dem verlagerten Phantombild auftreten. Quelle: Basale Stimulation -neurowissenschaftliche Grundlagen: Prof. Pickenhain 1998 © 2007 by Johann Rannegger
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