Basale Stimulation

Fragen und Antworten

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Somatische Wahrnehmung:

Im Gesicht hat der Mensch in verschiedenen Richtungen angelegt Muskel.
So wie der Muskel des Körpers einer ständigen Bewegung (Wahrnehmung durch Bewegung) unterliegen, sind auch Muskel im Gesicht auf Wahrnehmung angewiesen. Der Mensch stimuliert unbewusst durch waschen - eincremen - berühren und durch Mimik und Gestik und durch das Sprechen diese Gesichtsmuskel.
Wenn aber die Gesichtsmuskel durch eine Erkrankung oder durch Bewegungsdefizied keine Information erhalten, müssen sie von außen stimuliert werden.
Hier hat sich die Orofaziale Stimulation gut bewährt.


Orofaziale Stimulation


Einführung: Dr. Castillo Morales entwickelte in den 70`Jahren die Orofaziale Regulationstherapie
Zu Beginn hat er nur mit Kindern in einem Kinderneurologischen Zentrum in Cordoba/ Argentinien gearbeitet .
Inzwischen hat sich das Konzept auf viele Störbilder bei Kindern und Erwachsenen ausgeweitet.
Die spezifische Behandlung im orofazialen Bereich ist Teil einer umfassenden ganzheitlichen Rehabilitation.
Das Therapiekonzept ist im Vergleich zu anderen Konzepten (z.B. Bobath) noch in der Entwicklung und Verarbeitung.

Was beinhaltet die Orofaziale Stimulation?

Der Mund und Gesichtsbereich soll bewusst gemacht werden.
Es soll ein angenehmes Gefühl vermittelt werden.
Der Muskelkoordination wird facilitert (harmonische Zusammenarbeit der gesamten orofazialen Muskulatur)
Förderung der Sensomotorischen Rehabilitation.

Indikationen für eine Orofaziale Stimulation:

Nach Schädelhirntrauma

Nach Neurochirurgischen Eingriffen (Tumor Op, Aneurysma Op u.a.)

Nach Apoplex (ischämischer Insult, Hirnblutung)

Andere Hirnorganische Veränderungen (Stammgangliensyndrome, Kleinhirnsyndrome, Degenrative Systemerkrankungen, Parkinson, ALS, MS)

Bei einer Fazialparese
Jugendliche und Erwachsene mit CP

Periphere degenerative Muskel und Nervenerkrankungen

Vielfältige Indikationen in der Pädiatrie


Stimulation / Vorbereitung der Orofazialen Muskulatur

1. Verschieben der Kopfhaut (Galeaaponeurotica)
2. Ausstreichen der Stirn (m.frontalis)
3. Ausstreichen von der Nasenwurzel zur Stirnmitte (m. procerus)
4. Ausstreichen um die Augen (m. orbicularis oculi)
5. Ausstreichen von der Nasenwurzel um die Nase zur Mitte der Oberlippe (m. paranasal)
6. Ausstreichen diagonal über die Wangen (m. zygomaticus)
7. Ausstreichen horizontal über die Wangen (m. risorius)
8. Ausstreichen um den Mund , von der Mitte Unterlippe zu Mundwinkeln, Oberlippe genauso (m. orbicularis oris)
9. Ausstreichen von Unterkiefer seitlich zur Mitte der Unterlippe (m. depressoren)
10. Circuläre Ausstreichung Mitte vom Kinn (m. mentalis)
11. Flächige circuläre Ausstreichung am Mundboden (weiche Anteil vom Unterkiefer umschlossen)

Kopf


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Atemstimulierende Einreibung (ASE)

Als atemfördernde Maßnahme hat sich auch die Atemstimulierende Einreibung (ASE) aus der Basalen Stimulation von Christel Bienstein bewährt. Durch Pflegestudien wurden die verschiedenen Wirkungsweisen der ASE bestärigt.


ZIEL:

Ziel der ASE ist es, dem Patienten zu einer gleichmäßigen, ruhigen und tiefen

ATMUNG zu verhelfen!!

AUSSERDEM soll dem Patienten die Körperwahrnehmung unterstützt,

sowie seine Konzentrationsfähigkeit und Bereitschaft für Aussenreize gefördert werden!

ZIELGRUPPE DER ASE!!!

a) Beatmete Patienten zur UNTERSTÜTZUNG beim Entwöhnen.

b) bei Schmerzen

c) Einschlafstörungen

d) depressiven Zuständen

e) Wahrnehmungsverlust des Körpers

(z.B. Morbus Alzheimer)

f) Menschen vor schweren operativen Eingriffen.

g) bei Hyperventilation

 

ASE

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© 2007 by Johann Rannegger