<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:im="http://purl.org/rss/1.0/item-images/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" >
  <channel>
	<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 14:18:11 +0100</pubDate>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 14:18:11 +0100</lastBuildDate>
	<docs>http://www.basale.at</docs>
	<description>Basale Stimulation</description>
	<link>http://www.basale.at</link>
	<title>Basale Stimulation in der Pflege</title>
	<image>
	  <title>Basale Stimulation in der Pflege</title>
	  <url>http://www.basale.at/themes/basale/html/images/start/basale.jpg</url>
	  <link>http://www.basale.at</link>
	  <description>Basale Stimulation</description>
	</image>
	<generator>openPHPNuke 2.5.2 - http://www.openphpnuke.com</generator>
	<category>Basale Stimulation in der Pflege</category>
	<ttl>60</ttl>
	<dc:creator>openPHPNuke 2.5.2 - http://www.openphpnuke.com</dc:creator>
	<item>
	  <title>stern TV-Experiment: "Pl&#246;tzlich alt"</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFs</link>
	  <description>Acht junge Menschen haben ausprobiert, wie es sich anf&#252;hlt, als alter Mensch zu leben. Eine Erfahrung, die sie so schnell nicht vergessen werden. stern TV - Experiment: "Pl&#246;tzlich alt"-  das Finale</description>
	  <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 14:18:11 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFs</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFs</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>Welt-Schlaganfall-Tag: Stroke-Units in &#214;sterreich vorbildlich</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFt</link>
	  <description>Die &#214;sterreichische Gesellschaft f&#252;r Schlaganfall-Forschung und die &#214;sterreichische Gesellschaft f&#252;r Neurologie starteten zum Welt-Schlaganfall-Tag eine Informationsoffensive. In &#214;sterreich gibt es durchschnittlich mehr als zwei Schlaganf&#228;lle pro Stunde, 24.000 Menschen erleiden j&#228;hrlich einen Schlaganfall. Nach dem Herzinfarkt ist der zerebrale Insult bereits Todesursache Nummer zwei und h&#228;ufigste Ursache f&#252;r eine bleibende Behinderung.&#132;Wenn auch die Zahl der Schlaganf&#228;lle kontinuierlich zunimmt, so k&#246;nnen wir doch erhebliche Fortschritte verzeichnen, was die Sterberate aufgrund eines Schlaganfalls betrifft&#147;, betonte Prof. Wilfried Lang, Pr&#228;sident der &#214;sterreichischen Gesellschaft f&#252;r Schlaganfall-Forschung (&#214;GSF) und Vorsitzender der Expertenkommission des &#214;sterreichischen Schlaganfall-Registers. Zwischen 1970 und 2008 ist die Schlaganfall-Sterblichkeit um fast 80% &#150; von 130 pro 100.000 Einwohner auf rund 27 pro 100.000 Einwohner &#150; zur&#252;ckgegangen. Daf&#252;r ma&#223;geblich sei die hierzulande auch im internationalen Vergleich vorbildliche Ausstattung mit spezialisierten Behandlungseinheiten, den Stroke-Units. &#132;34 solcher Einrichtungen in insgesamt 31 Krankenh&#228;usern gew&#228;hrleisten in &#214;sterreich bereits eine fl&#228;chendeckende Versorgung. Schon heute ist es m&#246;glich, Patienten innerhalb einer Transportzeit von meist weniger als 45 Minuten in eine Stroke-Unit zu bringen&#147;, sagte Lang. Es w&#228;re sehr w&#252;nschenswert, dass hier auch die letzten L&#252;cken bald geschlossen werden. Neben der fl&#228;chendeckenden Verf&#252;gbarkeit ist es auch die einheitlich hohe Strukturqualit&#228;t, die alle &#246;sterreichischen Stroke-Units auszeichnet. &#132;Die aktuellen Daten aus dem Schlaganfall-Register zeigen in beeindruckender Weise, wie sich unsere Performance laufend weiter verbessert&#147;, pr&#228;sentierte Lang die Datenlage: 65% der Patienten mit akutem Schlaganfall k&#246;nnen innerhalb von 3 Stunden versorgt werden. Mehr als 40% der Betroffenen kommen sogar innerhalb von nur 90 Minuten nach Eintritt des Ereignisses in ein Spital. 75% der Patienten erhalten die erste bildgebende Untersuchung mit CT oder MRT innerhalb der ersten Stunde nach ihrer Aufnahme an der Stroke-Unit, und mehr als 50% der Patienten erhalten innerhalb von 60 Minuten nach der Aufnahme eine Thrombolyse. Therapie: je rascher, desto wirksamer Beim Schlaganfall gilt: &#132;Time is brain.&#147; Die M&#246;glichkeit der Thrombolyse hat hier wesentliche Behandlungsverbesserungen gebracht. Bislang galt ein Zeitfenster von 3 Stunden als Standard, innerhalb dessen eine Behandlung erfolgen muss, damit sie mehr Nutzen als Risiken bringt. Neuere Daten zeigen, dass dieses Zeitfenster offenbar auf 4,5 Stunden ausgeweitet werden kann. Doch trotz dieser neuen Einsichten sei rasches Handeln in jedem Fall angesagt. &#132;Die Therapie sollte immer so fr&#252;h wie m&#246;glich einsetzen, denn je rascher sie angewendet wird, umso wirksamer ist sie&#147;, erkl&#228;rte Lang. Auch bei der Thrombolyse ist &#214;sterreich f&#252;hrend, wie die aktuellen Daten aus dem Schlaganfall-Register zeigen. Im Oktober 2009 wurden bereits 15% der Schlaganfall-Patienten lysiert. Weltweit sind es nur 2 bis 4%. L&#228;sst man jene Patienten unber&#252;cksichtigt, die f&#252;r die Lyse-Behandlung aus unterschiedlichen Gr&#252;nden nicht in-frage kommen, liegt die Anwendungsrate in &#214;sterreich bei 58%. TIA als Notfall behandeln Daten liefert das Schlaganfall-Register auch zur transitorischen isch&#228;mischen Attacke (TIA). Patienten mit einer TIA haben ein hohes Risiko, innerhalb der n&#228;chsten Tage einen Schlaganfall mit bleibender Behinderung zu erleiden. &#132;Nach einer TIA erleiden rund 12 von 100 Personen innerhalb von 3 Monaten einen isch&#228;mischen Schlaganfall, 6 davon innerhalb der n&#228;chsten 48 Stunden. Ziel ist, dieses Risiko durch die rasche Einleitung gezielter Ma&#223;nahmen zu beseitigen&#147;, sagte Dr. Julia Ferrari, Leiterin der Projektgruppe TIA f&#252;r das &#214;sterreichische Schlaganfall-Register. Aus bisherigen Untersuchungen ist bekannt, dass ein Alter &#252;ber 60 Jahre, Blutdruck bei Spitalsaufnahme &#252;ber 140/90mmHg, eine TIA mit halbseitiger Schw&#228;che und einer Dauer von &#252;ber 60 Minuten sowie Diabetes mellitus mit einem h&#246;heren Schlaganfall-Risiko innerhalb der n&#228;chs-ten Tage assoziiert sind. &#132;Auf Basis unserer Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Patienten, die eine TIA im Rahmen eines Infekts, wie zum Beispiel eines Harnweginfekts, einer Bronchitis oder Pneumonie, erleiden, ein um das F&#252;nf- bis Sechsfache erh&#246;htes Risiko haben, innerhalb der n&#228;chsten Stunden einen Schlaganfall zu erleiden&#147;, so Ferrari. Die Forschung ist gefordert, Ma&#223;nahmen zu finden, um dieses Risiko zu reduzieren. Daten aus einem spitalsbasierten deutschen Schlaganfall-Register zeigen, dass eine TIA in der linken Hemisph&#228;re wesentlich h&#228;ufiger diagnostiziert wird als eine TIA in der rechten. &#132;Aus Untersuchungen aus unserem &#246;sterreichischen Stroke-Unit- Register ist bekannt, dass das Verh&#228;ltnis der linksseitigen zu der rechtsseitigen TIA 3:2 ist und somit die rechtsseitige TIA unterdiagnostiziert ist. Fl&#252;chtige Symptome der linken K&#246;rperh&#228;lfte sollten also verst&#228;rkt beachtet werden&#147;, bemerkte Ferrari. Schlaganfall-Risikofaktoren sind vermeidbar Verschiedene Ma&#223;nahmen der Pr&#228;vention k&#246;nnen erheblich dazu beitragen, das Risiko f&#252;r das Auftreten eines Schlaganfalls zu verringern. Lebensstilma&#223;nah-men spielen hier eine ganz entscheidende Rolle, insbesondere regelm&#228;&#223;ige Bewegung. &#132;Der pr&#228;ventive Effekt k&#246;rperlicher Bet&#228;tigung auf das Schlaganfall-Risiko ist nachhaltig belegt. Eine halbe Stunde Ausdauersport am Tag kann das Risiko f&#252;r einen Schlaganfall um rund 25% senken&#147;, betonte Prof. Johann Willeit, Universit&#228;tsklinik f&#252;r Neurologie, Innsbruck. So hat eine erst k&#252;rzlich in der Zeitschrift Stroke erschienene Studie aus den USA ergeben, dass M&#228;nner und Frauen ihr Schlaganfall-Risiko mit jedem t&#228;glich gelaufenen Kilometer um 11% senken k&#246;nnen. Wer acht oder mehr Kilometer t&#228;glich rennt, hat ein bis zu 60% geringeres Schlaganfall-Risiko. Der Lebensstil ist auch mitverantwortlich f&#252;r Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder ung&#252;nstige Blutfettwerte. &#132;Allein ein Blutdruck &#252;ber 140/90 etwa erh&#246;ht das Schlaganfall-Risiko um das 2- bis 4-Fache&#147;, warnte Willeit. Das Schlaganfall-Risiko k&#246;nnte um 80% gesenkt werden, wenn es gel&#228;nge, optimale Werte in f&#252;nf Bereichen zu erreichen: Kein Nikotin, k&#246;rperliche Aktivit&#228;t mindestens 30 min/Tag, BMI Kompetente Netzwerke f&#252;r eine integrierte Stroke-Versorgung Mit dem Konzept der Stroke-Units ist &#214;sterreich in der Akutversorgung von Schlaganfall-Patienten weltweit ganz vorne. Jetzt geht es um die Entwicklung und m&#246;glichst breite Umsetzung integrativer, &#132;ganzheitlicher&#147; Konzepte, die von einer Pr&#228;vention des Schlaganfalls &#252;ber die schnellst- und bestm&#246;gliche Akutbehandlung und die fr&#252;he und individualisierte Neurorehabilitation bis hin zur optimalen Nachbetreuung reichen. Die Kern&#252;berlegung: Schlaganf&#228;lle sollen durch einen entsprechenden Lebensstil plus vorbeugende medikament&#246;se Ma&#223;nahmen m&#246;glichst verhindert werden. Besteht jedoch akut ein Schlaganfall-Risiko, sollten gut informierte Patienten und deren Angeh&#246;rige die Anzeichen richtig deuten und die Rettung rufen, damit die Patienten schnellstm&#246;glich zur Untersuchung in eine geeignete Einrichtung gebracht werden. Es m&#252;ssen also die Transportm&#246;glichkeiten optimal gen&#252;tzt und die diagnostischen und akuttherapeutischen Ma&#223;nahmen weiter verbessert werden. Anschlie&#223;end folgen eine kompetente, individuell abgestimmte Rehabilitation und Nachbehandlung sowie Ma&#223;nahmen der Sekund&#228;rpr&#228;vention. Heute ist eine Berechnung des individuellen Risikos, einen neuerlichen Schlaganfall zu erleiden, mittels validierter Skalen (z.B. &#132;Essener Score&#147;) m&#246;glich. Das erlaubt individualisierte Aufkl&#228;rung und gezielte Ma&#223;nahmen der Risikoreduktion. &#132;Die Antwort lautet integrierte Versorgung Schlaganfall (IVS)&#147;, verdeutlichte Prof. Franz Fazekas, Universit&#228;tsklinik f&#252;r Neurologie, Graz. &#132;Darunter versteht man das optimale Zusammenspiel aller Partner in der Schlaganfall-Versorgung in s&#228;mtlichen Phasen der Krankheit, vom akuten Auftreten des Schlaganfalls bis zur Nachsorge in den eigenen vier W&#228;nden nach der Reha.&#147; IVS will die Zusammenarbeit aller an der Schlaganfall-Versorgung Beteiligten verbessern, beschleunigen und transparenter machen. Standardisierte Qualit&#228;tssicherung im Prozess, die klare Definition von Abl&#228;ufen und st&#228;ndige Erfolgskontrolle sind Teil dieses Projektes. Bei der IVS hat Ober&#246;sterreich eine Vorreiterrolle. Um weitere Verbesserungen im Zusammenwirken der einzelnen Partner anzusto&#223;en, haben das Land Ober&#246;sterreich mit der GESPAG und die Ober&#246;sterreichische GKK das &#246;sterreichweit erste Projekt &#132;Integrierte Versorgung Schlaganfall&#147; ins Leben gerufen. Dieses wird nach einer Pilotphase derzeit bereits allgemein umgesetzt. Andere Bundesl&#228;nder folgen jetzt diesem Beispiel. Breite Kooperation &#132;Nat&#252;rlich kann dieses integrierte Konzept nicht nur von Neurologen alleine umgesetzt werden. Hier brauchen wir eine breite Kooperation von Sozialversicherungen und Kostentr&#228;gern, von allen involvierten Berufsgruppen, also au&#223;er Neurologen &#196;rzten anderer Fachrichtungen wie etwa Allgemeinmedizinern, Internisten und Radiologen, Pflegepersonen, Experten f&#252;r Rehabilitation wie Physio-, Logo- und Ergotherapeuten und Sozialarbeitern&#147;, betonte Fazekas. Insgesamt soll eine durchg&#228;ngige Qualit&#228;t der Schlaganfall-Versorgung gef&#246;rdert werden, wobei ein gemessenes bestm&#246;gliches Outcome f&#252;r die Patienten zu erreichen ist. An den Stroke-Units werden &#246;sterreichweit bereits seit mehreren Jahren Eckdaten zur Versorgungsqualit&#228;t und das Behandlungsergebnis nach drei Monaten mittels eines Registers erfasst. Damit ist der Einblick in spezifische Prozessabl&#228;ufe gew&#228;hrleistet, woraus sich wichtige Vergleiche zwischen Zentren im Sinne des Benchmarkings ergeben, vor allem aber auch Schw&#228;chen aufgezeigt werden, die durch gezielte Ma&#223;nahmen beseitigt werden m&#252;ssen. Im Rahmen der IVS sollte die Erfassung der Versorgungsqualit&#228;t sowohl auf alle Schlaganfall-Patienten als auch auf die gesamte &#132;Versorgungskette&#147; ausgedehnt werden. &#132;Wir sind konsequent unterwegs zum Ziel einer wirklich integrierten Schlaganfall-Versorgung von der Vermeidung bis zur Nachsorge. In &#214;sterreich hat hier die Zukunft bereits begonnen&#147;, schloss Fazekas.    Quelle des Artikels Welt-Schlaganfall-Tag: Stroke-Units in &#214;sterreich vorbildlich:B&#x26;K Pressegespr&#228;ch zum Welt-Schlaganfall-Tag, 29. Oktober 2009, Wien</description>
	  <pubDate>Sun, 21 Feb 2010 10:15:04 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFt</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFt</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>Fehldiagnose</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFi</link>
	  <description>Komapatient war 23 Jahre bei BewusstseinRom Houbens Bewusstsein galt als erloschen, die &#196;rzte schrieben ihn ab. Tats&#228;chlich war der Belgier nach einem schweren Autounfall zwar gel&#228;hmt, aber nicht komat&#246;s. Mehr als 20 Jahre lang musste der heute 46-J&#228;hrige machtlos seine Fehlbehandlung ertragen, bis der Irrtum schlie&#223;lich auffiel.Hamburg - "Ich habe mich weggetr&#228;umt", sagt Rom Houben, wenn man ihn heute danach fragt, wie er die vergangenen Jahre &#252;berstanden hat. 23 Jahre lang wurde der 46-J&#228;hrige nach Informationen des SPIEGEL irrt&#252;mlich f&#252;r einen Wachkomapatienten gehalten - dabei war er bei nahezu vollem Bewusstsein. &#196;rzte und Pfleger hatten den Patienten Houben als hoffnungslosen Fall eingestuft, sein Bewusstsein galt als erloschen. Der Belgier, einst Kampfsportler und Ingenieurstudent, war 1983 nach einem schweren Autounfall ins vermeintliche Wachkoma gefallen. Erst eine neuerliche Untersuchung an der Universit&#228;t von L&#252;ttich brachte ans Licht, dass Houben in Wahrheit all die Jahre nur gel&#228;hmt war. Aufnahmen eines Tomografen offenbarten, dass sein Gehirn fast vollst&#228;ndig funktionsf&#228;hig geblieben war. Inzwischen kann sich der Patient mit Hilfe eines Computers mit Spezialtastatur mitteilen. Als er nach dem Unfall erwachte, so berichtet er, habe ihm sein K&#246;rper nicht mehr gehorcht: "Ich habe geschrien, aber es war nichts zu h&#246;ren." Machtlos sei er dann Zeuge geworden, wie Pfleger und &#196;rzte ihn anzusprechen versuchten, bis sie schlie&#223;lich alle Hoffnungen aufgegeben h&#228;tten. So sei ihm nur die M&#246;glichkeit geblieben, in Gedanken in die Vergangenheit oder ein besseres Dasein zu fl&#252;chten. "Nie vergesse ich den Tag, an dem sie mich entdeckten, meine zweite Geburt", schreibt Houben."Wer einmal den Stempel 'ohne Bewusstsein' tr&#228;gt, wird ihn nicht mehr los" Der Neurologe Steven Laureys, der Houbens erneute Untersuchung geleitet hat, hatte erst im Sommer eine Studie ver&#246;ffentlicht, derzufolge Wachkoma-Patienten erschreckend h&#228;ufig falsch diagnostiziert werden. In rund 40 Prozent aller als nur noch vegetativ eingestuften F&#228;lle seien bei sorgf&#228;ltiger Pr&#252;fung noch Bewusstseinsreste nachweisbar. Diese Patienten sind zeitweise ansprechbar; bei guter Behandlung lassen sich deutliche Fortschritte erreichen. Die Ursache ist nicht etwa Nachl&#228;ssigkeit: In allen beanstandeten F&#228;llen waren die Beteiligten von der Richtigkeit ihrer Diagnose &#252;berzeugt. Wie aber erkl&#228;rt der Neurologe die Fehlbehandlung &#252;ber all die Jahre? Wie konnten &#196;rzte und Pflegekr&#228;fte die Situation derart falsch einstufen? Laureys glaubt an einen Fehler im System: "Wer einmal den Stempel 'ohne Bewusstsein' tr&#228;gt, wird ihn nur sehr schwer wieder los."In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 100.000 Menschen schwere Sch&#228;del-Hirn-Verletzungen. Etwa 20.000 liegen danach l&#228;nger als drei Wochen im Koma. Manche von ihnen sterben, andere werden gesund. Doch sch&#228;tzungsweise 3000 bis 5000 Menschen im Jahr bleiben in einem Zwischenstadium gefangen: Sie leben weiter, ohne je wieder zur&#252;ckzukommen. quelle:SPIEGEL ONLINE, 21.11.2009</description>
	  <pubDate>Sun, 06 Dec 2009 12:54:35 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFi</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFi</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>Abstrakt zur Fachtagung in Freising</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFj</link>
	  <description>" Freisein, Wollen und Autonomie" Dr. Celina v. Bezold F&#252;r Fachtagung in Freising, Mai 2009 Die Freiheit ist im Abendland ein facettenreicher und vieldiskutierter Begriff. In nahezu allen Lebenskontexten ist Freiheit f&#252;r den abendl&#228;ndischen Menschen bedeutungsvoll, besser: verhei&#223;ungsvoll. Doch um zu einem greifbareren Inhalt von Freisein, Wollen und Autonomie zu gelangen, ist es notwendig, die Grundz&#252;ge dieser Begriffe in der Tradition der Geschichte des Abendlandes etwas genauer zu betrachten. Warum ist uns die Freiheit &#252;berhaupt so wichtig? Was ist ihr Gegenteil? Warum gibt es Kulturen, wie beispielsweise Asien, wo Freiheit und Wollen keinen vergleichbaren Stellenwert haben wie bei uns? Denn erst mit diesen Betrachtungen und Kl&#228;rungen kann man zu einem praktischen, zu einem angewandten Begriff von Freiheit und Autonomie vorsto&#223;en: wie k&#246;nnen wir angesichts der Wichtigkeit von Unabh&#228;ngigkeit, Freiheit und Selbstbestimmung mit Situationen zurecht kommen, die uns in unserem freien Selbstverst&#228;ndnis massiv beeintr&#228;chtigen und einschr&#228;nken? Wichtig wird hierbei sein, die Unterscheidung von Freisein und Wollen genauer in den Blick zu nehmen. Mit dieser jahrtausendelangen Verkn&#252;pfung (umso mehr Wollen umso mehr Freiheit), gehen wesentliche Konsequenzen einher, die im gelebten Leben mit Schwierigkeiten auf sich aufmerksam machen und die durch eine philosophische Kl&#228;rung eine Besserung versprechen. Wir wollen daher gemeinsam die Frage durchdenken, wie wir mit einem neuen Ansatz im Freiheitsdenken nicht einfach nur immer freier werden, sondern lernen k&#246;nnten, Unfreiheiten und Abh&#228;ngigkeiten besser einzuordnen bzw. ihnen gerecht zu werden. Ziel w&#228;re also, mit Hilfe der Philosophie zu verstehen, dass wir uns in unserem Menschsein nicht weniger wert vorkommen m&#252;ssen, falls Selbstbestimmung verloren geht durch Krankheit, Leid, Schuld oder Tod. Der Schwerpunkt des Vortrags wird auf den theoretischen Grundz&#252;gen zum abendl&#228;ndischen Freiheitsbegriff liegen und sich als eine Hinf&#252;hrung zur praktischen Lebenswelt verstehen. Die geplanten Workshops greifen den Vortrag nochmals auf und werden f&#252;r die Teilnehmer Gelegenheit bieten, in praktischen &#220;bungen das Geh&#246;rte anzuwenden bzw. die Erfahrung zu machen, dass Freiheit nicht durch einen bestimmten Inhalt definiert ist, sondern durch ein Selbstverst&#228;ndnis bzw. eine Haltung sich selbst und der Welt gegen&#252;ber.  Kurze Vita: Dr. Celina J osephine von Bezold Studium der Philosophie an der Hochschule f&#252;r Philosophie S.j., M&#252;nchen Promotion zum Thema: "Wollen und Freisein - eine philosophisch-psychologische Verh&#228;ltnisbestimmung" Lehrbeauftragte f&#252;r Philosophie und Psychologie an der Volkshochschule M&#252;nchen, u.a. Dozentin f&#252;r das Studium Generale Dozentin bei der Hanns-Seidel-Stiftung sowie des Heinrich-Pesch-Hauses, Ludwigshafen Philosophische Beratung f&#252;r Unternehmen (v.a. Pharmaindustrie) Freiberufliche T&#228;tigkeiten als Philosophin (Seminare, philosophische Salons, Festreden, Einzelgespr&#228;che) Freie schriftstellerische T&#228;tigkeit Kontakt: 'vww.celinavonbezold.de Basale Selbstbestimmung - Nachdenkliches zu unserem Selbstverst&#228;ndnis Zum Ende der Tagung soll versucht werden, die Frage nach der Autonomie noch einmal ganz "basal" zu stellen. Inwieweit k&#246;nnen und wollen Menschen "autonom" sein, inwieweit ist es Wunsch und Wille nach eigenen Regeln und Gesetzen zu leben? Was ist gemeint, wenn von Selbstbestimmung die Rede ist? Was heisst es, dass auch Menschen mit schwerster Behinderung, Menschen in Bewusstlosigkeit, kleine Kinder oder Menschen mit einer schweren Demenz selbstbestimmt leben k&#246;nnen sollen? Im Vortrag wird Selbstbestimmung auf die urspr&#252;nglichen Wurzeln bei Kant (ganz basal.) zur&#252;ckgef&#252;hrt, der Gegenpol "Fremdbestimmung" beschrieben und die Alltagstauglichkeit der Ideen thematisiert. Der Respekt vor dem Menschen in Grenzsituationen bestimmt basale Pflege und P&#228;dagogik und fordert eine R&#252;cknahme der Fremdbestimmung, soweit nur irgendwie denkbar. Die Bestimmung des Menschen erweist sich als Resultat eines lebenslangen Austauschprozesses zwischen dem Individuum und seiner sozialen Umwelt, sie kann selbst &#252;ber den Tod hinaus noch wirken und ihrerseits wieder auf andere Menschen bestimmend einwirken. Menschen, die nach dem Konzept Basale Stimulation arbeiten m&#246;chten, werden sich auf den Ebenen der Haltung, der Kompetenzen und der Techniken im Spannungsfeld von Selbstbestimmung und Fremdbestimmung immer wieder neu orientieren m&#252;ssen. Ein paar Orientierungshinweise sollen gegeben werden. Andreas Fr&#246;hlich  Internationale Fachtagung Basale Stimulation am 16./17. 05. 09 Autonomie und Verantwortung leben Abstrakt zum Vortrag: Visuell kognitive Einschr&#228;nkungen bei neurologischer St&#246;rung 17. Mai 2009, 10.20Uhr -11.0SUhr Referentin: Dipl.-Psych. Daniela Glocker, Klinikum Ingolstadt GmbH Das Sehen ist f&#252;r die meisten Menschen die dominate Sinnesdom&#228;ne. WAS wir sehen, IST f&#252;r uns Realit&#228;t: "As we look at the world, we naturally assume that what we see is what is really "out there." But [ ... ] What we see is not a faithful reproduction of what is "out there" but rather a construction of reality that the brain manufactures." (aus Kolb &#x26; Wishaw: An Introduction of brain an behavior, Kapitel 8, Seite 278). Wir sehen somit das, was unser Gehirn reproduzieren kann. Bereits F&#246;ten im Mutterleib reagieren fr&#252;h auf Lichtreize. Die Strukturen des visuellen Kortex werden bereits ab der 10. Schwangerschaftswoche angelegt. Neugeborene reagieren auf Farbe, Form und Bewegung. Sie erkennen ein Gesicht als solches und bevorzugen lachende Gesichter. St&#246;rungen in der kognitiven Verarbeitung visueller Reize stellen sowohl f&#252;r Menschen mit angeborenen Sch&#228;digungen als auch f&#252;r Personen mit fr&#252;h im Kindensalter erworbenen L&#228;sionen sowie f&#252;r Menschen mit sp&#228;ter erworbenen Hirnsch&#228;digungen ein bedeutsames Handicap dar. Diese Beeintr&#228;chtigungen k&#246;nnen sich von St&#246;rungen der visuellen Basisleistungen, wie beispielsweise dem zerebralen Verschwommensehen, &#252;ber Gesichtsfeldausf&#228;lle bis hin zu Defiziten in komplexen visuellen Wahrnehmungsleistungen, wie beispielsweise der Gesichtererkennung, erstrecken. Der Vortrag wird nach einer Einf&#252;hrung in die Grundlagen der visuellen Verarbeitung einen &#220;berblick &#252;ber bekannte und weniger popul&#228;re St&#246;rungsbilder geben. Neben der Darstellung der Ph&#228;nomenologie dieser St&#246;rungen werden Ans&#228;tze zum therapeutischen Vorgehen dargestellt. Ziel des Vortrages ist die Vermittlung eines grundlegenden Verst&#228;ndnisses f&#252;r St&#246;rungen in der visuellen kognitiven Verarbeitung, um sowohl die Pflege als auch die Behandlung von Menschen mit angeborenen oder erworbenen Hirnsch&#228;digungen ganzheitlicher gestalten zu k&#246;nnen.  &#149;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Abstract. Verantwortung gilt als allgemein akzeptierter ethischer Begriff. Das &#220;bernehmen von Verantwortung gilt als ein freier Akt einer Person und entspricht ihrem Anspruch auf Autonomie. Dieses Verst&#228;ndnis, das auch das pers&#246;nliche Schuldig-werden-k&#246;nnen einschlie&#223;t, wird gegenw&#228;rtig durch neurobiologische Befunde in Frage gestellt. Das Prinzip der durch eine freie Willensentscheidung &#252;bernommenen pers&#246;nlichen Verantwortung und m&#246;glichen Schuld wird als wissenschaftlich nicht gerechtfertigt abgelehnt. Willensfreiheit sei eine "Illusion". Es sei das Gehirn, das unser Verhalten steuere, nicht ein aus sich selber wirksames Ich oder Selbst. Mit einer derartigen These werden die ethischen Grundlagen unseres Menschenbildes und damit unseres Verst&#228;ndnisses von Verantwortung in Frage gestellt. Ist das Selbst, das autonom handelnde Subjekt, wirklich nur ein Phantom oder k&#246;nnte hier ein Missverst&#228;ndnis vorliegen? Vita: Prof. Dr. phil. Otto Speck. Emeritierter Ordinarius f&#252;r Sonderp&#228;dagogik an der Ludwig&#172;Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen. 17 Jahre praktische T&#228;tigkeit in Heimen und Heimschulen f&#252;r erziehungsschwierige Kinder und in Schulen f&#252;r Lernbehinderte und f&#252;r Geistigbehinderte. 1964 - 1971 Leitung der Ausbildung der Sonderschullehrer am Staatsinstitut. Wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte im Bereich der Allgemeinen Heilp&#228;dagogik, der Geistigbehinderten- und der Verhaltensgest&#246;rtenp&#228;dagogik, der schulischen Integration und der Fr&#252;hf&#246;rderung behinderter Kinder, sowie in den Bereichen der ambulanten Helferdienste, der Elternarbeit und der Qualit&#228;tsentwicklung. Buchpublikationen: "Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Erziehung", .Verhaltens St&#246;rungen, Psychopathologie und Erziehung", "System Heilp&#228;dagogik", "Chaos und Autonomie in der Erziehung", "Erziehung und Achtung vor dem Anderen", "Die &#214;konomisierung sozialer Qualit&#228;t", "Soll der Mensch biotechnisch machbar werden?", "Hirnforschung und Erziehung".  Das Spiegelneuronensystem und die zwischenmenschliche Interaktion Ferdinand Binkofski, Universit&#228;t zu L&#252;beck Als menschliche Wesen leben wir eingebunden in ein Geflecht von sozialen Beziehungen. Das Verstehen der Handlungen von anderen Menschen und deren Intentionen bildet die Grundlage unserer sozialen Interaktion. Die F&#228;higkeit zur subtilen Wahrnehmung des Innenlebens unserer Mitmenschen scheint unserer Spezies eigen zu sein. Diese Wahrnehmung beschr&#228;nkt sich nicht nur auf das Verstehen von Handlungen Anderer, wir sind auch in der Lage, deren Beweggr&#252;nde bzw. deren Gef&#252;hle nachzuempfinden. Wir nehmen wahr, dass sich in unserer sozialen Umgebung Individuen befinden, die -wie wir- Schmerz und Freude empfinden, gl&#252;cklich oder traurig sind. Jeder von uns bildet im Laufe seines Lebens eine Expertise darin aus, Handlungen, Emotionen oder Gef&#252;hle von anderen Personen einzusch&#228;tzen. Mit der Entdeckung einer neuen speziellen Art von Neuronen beim Affen, den Spiegelneuronen, und der Demonstration der Existenz von &#228;hnlichen Nervenzellen im menschlichen Gehirn, hat man zum ersten Mal einen viel versprechenden neurophysiologischen Mechanismus gefunden, mit dem viele Aspekte unserer F&#228;higkeiten zu der Interaktion mit unseren Mitmenschen erkl&#228;rt werden k&#246;nnen. Diese Spiegelneurone werden &#252;berwiegend durch die Beobachtung von Handlungen aktiviert, in denen es zu einer Interaktion zwischen der Hand eines Agierenden und einem Objekt kommt. Die Beobachtung von Handlungen aktiviert denselben Neuronenverbund, der die Ausf&#252;hrung von Handlungen kontrolliert. Gleichzeitig nimmt man an, dass die Beobachtung von Handlungen in dem jeweiligen Beobachter eine automatische Simulation, also eine implizite modellhafte Nachbildung der beobachteten Handlung in dem Nervensystem hervorruft. Dieser Simulationsmechanismus k&#246;nnte einer impliziten Form des Verstehens der Handlungen von Anderen zugrunde liegen. Gem&#228;&#223; der Simulationstheorie benutzt eine Person die eigenen mentalen Mechanismen f&#252;r die Kalkulation und Voraussage der mentalen Prozesse von anderen Personen. Die Aktivierung des Spiegelneuronensystems durch die Bewegungsbeobachtung k&#246;nnte einen direkten praktischen Nutzen f&#252;r die Rehabilitation von motorischen St&#246;rungen nach Hirnverletzungen (z.B. Schlaganfall) haben. So konnte in einer aktuellen Studie ein positiver Effekt, insbesondere der Kombination zwischen der Bewegungsbeobachtung und Bewegungsausf&#252;hrung, f&#252;r die Therapie von motorischen Defiziten nach Schlaganfall gezeigt werden.  Peter Nydahl Videoanalyse Die F&#228;higkeit zur Reflexion geh&#246;rt zu den Kernkompetenzen pflegerischen Handelns und erm&#246;glicht eine st&#228;ndige Weiterentwicklung der beruflichen Qualit&#228;t. Diese Kompetenz kann durch das p&#228;dagogisch sehr wirksame Mittel der Videoreflexion unterst&#252;tzt werden. Gerade in Praxis Begleitungen innerhalb der Basalen Stimulation hat sie sich sehr bew&#228;hrt, um auch Details der Interaktion aufmerksam wahrnehmen zu k&#246;nnen. Verschiedene Reflexionsmodelle ( u. a. die basalen Reflexionskriterien), p&#228;dagogische Vorgehensweisen sowie rechtliche Aspekte werden vorgestellt und "geworkshopped". Vita: Peter Nydahl 1990 Krankenpfleger 1994 Kursleiter f&#252;r Basale Stimulation in der Pflege 1996 Weiterbildungsleiter f&#252;r Basale Stimulation in der Pflege 2006 Pflegeexperte f&#252;r Menschen im Wachkoma 2006 Freiwillig registrierter Krankenpfleger 2007 Praxisanleiter www.nydahl.de Die Beziehung als Grundlage auf dem Weg zur Autonomie Fachtagung Basale Stimulation" 2009 Miriam Weisz Das Kind als Akteur seiner Entwicklung - dieser Auffassung ist man sich einig. Doch welche Bedingungen sind notwendig, um das Kind mit schwerer Behinderung darin zu unterst&#252;tzen? Wie kann die Eigenaktivit&#228;t des Kindes erkannt, genutzt und eventuell umgeleitet werden, damit daraus ein Weg der aktiven Mitgestaltung wird? Kinder mit schweren Behinderungen zeigen oft wenig Motivation, sich mit sich selbst und der Umwelt auseinanderzusetzen. Oft sind starke Verunsicherungen ausschlaggebend f&#252;r einen R&#252;ckzug aus unbekannten Situationen. Ist die elementare Beziehung (Fornefeld 2001), die Sicherheit vermittelt, als Grundlage gegeben, kann sich das Kind aus dieser Situation heraus auf neue Erfahrungen einlassen, sich darin bewegen, daraus lernen und sich weiterentwickeln. Anhand von praktischen Beispielen soll gemeinsam reflektiert, ausgetauscht und diskutiert werden. Miriam Weisz Dipl. P&#228;dagogin   Angeh&#246;rige als Konfliktpotential Einleitung Das System ist behindert in der Selbststeuerung Aus systemischer Sichtweise betrachtet ist nicht die Behinderung an den Einzelnen gebunden, vielmehr wird sie sichtbar durch die Auswirkungen im jeweiligen Familien&#172;System. Dadurch k&#246;nnen viele f&#252;r die jeweilige Familie bzw. Beziehung selbstverst&#228;ndliche Verhaltensweisen, W&#252;nsche, Bed&#252;rfnisse nicht (mehr) gelebt werden. Oft stecken aber auch in famili&#228;ren Vor Erfahrungen Ressourcen &#252;ber den Umgang mit krassen Ver&#228;nderungen, Krisen, Hoffnungslosigkeit Was ist ein Auftrag? Ein zeitlich, ethisch und fachlich erf&#252;llbares Ziel. Was ist der Auftrag? Im Zusammenspiel zwischen Patienten, Familie und Pflege gibt es viele Interessen und Auftr&#228;ge die zum Teil identisch sind, sich aber in der Umsetzungsstrategie widersprechen k&#246;nnen. Der Auftrag der Patienten kann sein: Kommunikation, Versorgung, Ber&#252;hrung, Entwicklung ... auch wenn dieser indirekt gegeben wird, durch Forschung, Erfahrung und Wissen aus der Lebensgeschichte des Patienten Der Auftrag der Familie kann sein: Versorgung, Entwicklung, Unterst&#252;tzung Der Auftrag der Pflege kann sein: Versorgung, Unterst&#252;tzung, Einhaltung der Budgets, Hieraus wird deutlich, dass es zu Konflikten kommen muss. Nicht nur Interessen widersprechen sich zum Teil, z. B. Entwicklungsangebot vs. Einhaltung der Budgets bzw. zeitlichen Ressourcen, sondern auch die jeweiligen Strategien f&#252;r die gleichen Auftr&#228;ge / Interessen. Konflikte sind also systembedingt und nicht auf Grund von Fehlern und "schlechten" Absichten. Wenn man davon ausgeht, das alle Beteiligten mit Ihren Strategien helfen wollen, das es dem Patienten besser geht, ist es m&#246;glich &#252;ber die Art und Weise des Zusammenspiels zu sprechen, ohne mich abgewertet zu f&#252;hlen oder andere abzuwerten. Wandel im Selbstverst&#228;ndnis Hinzu kommt auch noch der Wandel im Selbstverst&#228;ndnis der Pflege vom "Dienstm&#228;dchen" zu gut ausgebildeten Fachkraft mit umfassendem Wissen und dem Anspruch auch fachlich agieren zu k&#246;nnen. Auf der Seite des Patienten kommt es zum im Selbstverst&#228;ndnis der Angeh&#246;rigen vom sich selbst steuernden zu einem abh&#228;ngigen System. Ehre versus Machtlosigkeit Angeh&#246;rigen brauchen Ehrung Die Angeh&#246;rigen eines Patienten haben wohl den schwersten Part mit der Machtlosigkeit bezogen auf die Krankheit umzugehen. Durch Liebe, soziale Verantwortung, Verwandtschaft sind sie verstrickt mit der Erkrankung des Patienten. &#169; Ingo W&#246;lfl  S&#228;mtliche "normalen" Bilder &#252;ber Elternschaft und Paarbeziehung greifen nicht (mehr). Die Behinderung des Patienten wird zu Behinderung der Angeh&#246;rigen in der Beziehungsgestaltung und in der eigenen Lebensgestaltung. Haltung der Pflegekr&#228;fte I Therapeuten Die Pflegekr&#228;fte / Therapeuten haben durch Ihre Ausbildung, Erfahrung und der M&#246;glichkeit sich emotional zu distanzieren, klare Vorstellungen wie sie den Patienten unterst&#252;tzen k&#246;nnen. "Lassen Sie uns doch einfach mal machen!" Dieser nachvollziehbare Wunsch erh&#246;ht aber auf der Angeh&#246;rigenseite die Machtlosigkeit. Gedanken bzw. Interpretationen wie: "Ich mache es nicht richtig, ich mache nicht genug ... " k&#246;nnen zu einer Abwehrhaltung f&#252;hren, die das Miteinander schwierig machen, obwohl gleiche Ziele vorhanden sind. Hier besteht die Gefahr, dass es zu einem Machtkampf kommt, in dem beide das beste Wollen, der aber in der Wirkung dem Patienten schadet.  Angeh&#246;rige o Patient o Pflege / Therapie  Pflegekr&#228;fte I Therapeuten sind immer Zweite. In der professionellen Haltung zum Patienten und deren Angeh&#246;rigen gilt es den Familien soviel Selbststeuerung wie m&#246;glich zu lassen. D.h. die Ehrung der Angeh&#246;rung geschieht durch: &#149;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Anerkennung der Leistung die sie f&#252;r den Patienten erbringen &#149;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Mitgef&#252;hl bei Trauer und Ausweglosigkeit &#149;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Respekt vor den innerfamili&#228;ren Kommunikationsformen &#149;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Information &#252;ber das eigene Handel am Patienten &#149;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Austausch &#252;ber Famili&#228;re Rituale Gerade das Nachfragen und das Wissen um die jeweilige Lebens- und Lerngeschichte des Patienten schafft Vertrauen und gibt viele notwendige Information. Meist gibt es auch Geschichten &#252;ber den Patienten die einen tieferen Zugang zum Patienten erm&#246;glichen. Gleichzeit enthalten diese Geschichten auch Informationen &#252;ber verborgen Ressourcen f&#252;r die Pflege / Therapie des Patienten. &#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Angeh&#246;rige &#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Patient Pflege / Therapie &#169; Ingo W&#246;lfl    Professionelle Pflege und Therapie braucht Ehrung  Anerkennung In einer Gesellschaft die auf Fortschritt und Entwicklung ausgelegt ist, sind chronisch Kranke eine Erinnerung an Grenzen bzw. die Endlichkeit jeden Fortschritts bis hin zum Tod. Das die Pflege schwerstkranker Menschen professionalisiert wurde und wird hat zwei Seiten. Die Pflege und Therapiem&#246;glichkeiten werden zunehmend besser, effizienter und erfolgreicher, wenn auch finanzielle K&#252;rzungen diesen Prozess gerade in der Pflege bremsen. Die andere Seite ist, das wir kaum noch konfrontiert sind mit chronisch Kranken, Pflegebed&#252;rftigen. Sie sind "versorgt". Doch wer macht diese professionelle Versorgung? Wer ist so "wahnsinnig" und nimmt sich Menschen an, die wenige Chancen auf ein "normales" Leben haben. Es gibt wenig Anerkennung f&#252;r diese komplexe, menschlich herausfordernde und fachlich defizile Aufgabe. Doch woher soll sie kommen? Selten gibt es im Umfeld eine Kultur der gegenseitigen Best&#228;rkung und Anerkennung. Auftr&#228;ge von Seiten der &#196;rzte: .Jetzt guck mal was man da noch machen kann", geben wenig Anerkennung, denn gerade die Basale Stimulation braucht in der Bewertung Zeit und einen qualitativen Blick auf die Interaktion zwischen Patient und Pflege / Therapie. Dieser Blick in meist nicht die Kultur eines Krankenhauses. M&#246;glich um Anerkennung zu bekommen ist zu informieren: die Angeh&#246;rigen in die professionelle Arbeit mit einzubeziehen die Kollegen, &#196;rzte &#252;ber die M&#246;glichkeiten der Basalen Stimulation informieren Wichtig ist auch, sich mit dem was die Arbeit mit mir macht auseinanderzusetzen. Durch Gespr&#228;che mit Kollegen und mit den Familien. Dadurch entsteht gegenseitig ein tieferes Verst&#228;ndnis, welches tr&#228;gt in einem Arbeitsfeld, wo Grenzen und Machtlosigkeit Teil des Arbeitsprozesses sind. Professionelle M&#246;glichkeiten sind: Intervision, d.h. ich Bespreche mit Kollegen meine Patienten und meine Gef&#252;hle, Ideen, N&#246;te  Supervision. d.h. ich lasse mich und meine Arbeit durch eine au&#223;en stehende Person unterst&#252;tzen An dieser Stelle ist die Pflege / Therapie selbst gefordert sich zu ehren. D.h. eindringlich daf&#252;r zu sorgen, das es Orte des Austausches gibt. Denn auch die Pflege / Therapie braucht Pflege / Therapie  &#169; Ingo W&#246;lfl</description>
	  <pubDate>Wed, 03 Jun 2009 18:00:55 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFj</guid>
	  <dc:creator>Johann</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFj</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>LINKS VOR RECHTS</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFg</link>
	  <description>Neuronale Plastizit&#228;tNach einer Transplantation verdrahtet sich die linke Hand schneller wieder mit dem Gehirn als die rechte.Heute k&#246;nnen Mediziner durch Unf&#228;lle abgetrennte H&#228;nde wieder ann&#228;hen oder sogar Spendergliedma&#223;en verpflanzen. Das Gehirn der Patienten lernt dann, die transplantierten Tast und Greifwerkzeuge als die eigenen anzusehen. Bei Nachuntersuchungen zweier Patienten, die beide H&#228;nde verloren und fremde Organe erhalten hatten, machten franz&#246;sische Neurowissenschaftler um Angela Sirigu von der Universite`Claude Bernard Lyon jetzt eine &#252;berraschende Beobachtung. Bei den beiden Rechtsh&#228;ndern war jeweils die linke Spenderhand schneller einsatzbereit als die rechte. Die Bewegung der Gliedma&#223;en wird von der motorischen Rinde im Gehirn gesteuert,auf der jedes K&#246;rperteil eine eigene Region beansprucht. Nach einer Amputation werden arbeitslos gewordene Abschnitte durch stetig nachwachsende Nervenleitungen mit anderen K&#246;rperteilen verkn&#252;pft. Um zu &#252;berpr&#252;fen, wie schnell sich die fremden H&#228;nde den angestammten Hirnbereich "zur&#252;ckerobern", untersuchten die Wissenschaftler zwei Rechtsh&#228;nder, die drei Jahre nach einer Amputation Spenderh&#228;nde erhalten hatten.Zu diesem Zweck reizten die Forscher mit starken Magnetfeldern einzelne Hirnareale und ma&#223;en, ob und wie sehr sich die Hand oder Fingermuskeln daraufhin bewegten. Siehe da: Beim ersten Patienten nahm die linke Hand bereits zehn Monate nach der Verpflanzung wieder einen gro&#223;en Abschnitt auf der motorischen Rinde ein, w&#228;hrend die rechte Hand dazu 26 Monate brauchte.Zudem war ein st&#228;rkeres Magnetfeld n&#246;tig, um Bewegungen der rechten Hand auszul&#246;sen. Der zweite Patient hatte auch nach mehr als vier Jahren noch keine vollst&#228;ndige Kontrolle &#252;ber seine rechte Hand erlangt - die linke gehorchte dagegen tadellos. Offenbar sind die f&#252;r die dominate und die nichtdominante Hand zust&#228;ndigen Hirnrindenareale unterschiedlich wandelbar, so die Forscher. quelle: Gehirn&#x26;Geist</description>
	  <pubDate>Sun, 24 May 2009 17:18:58 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFg</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFg</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>Diabetes mellitus und Neurologie</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFh</link>
	  <description>Viele neurologische Manifestationen des Diabetes mellitus bed&#252;rfen zur Diagnose und Therapie einer guten interdisziplin&#228;ren Zusammenarbeit aller m&#246;glichen medizinischen Berufsgruppen, vom Fu&#223;pfleger bis zum plastischen Chirurgen, vom Schlaganfallspezialisten bis zum Neuropsychologen. Ohne Kenntnis der rasanten fachlichen Entwicklungen k&#246;nnen die oft sehr komplexen neurologischen Folgeerkrankungen des Diabetikers heute nicht mehr ad&#228;quat behandelt werden.Unser Lebensstil und die exzellente medizinische Versorgung bis ins hohe Alter f&#252;hren direkt zu einer epidemieartigen Zunahme des Diabetes mellitus (Abb. 1). Auch Migranten stellen hierorts ihre Lebensgewohnheiten um und haben einen wesentlichen Anteil an der diabetischen Bev&#246;lkerung. Zentrales und peripheres Nervensystem sind, so wie Auge und Niere, typische Endorgane f&#252;r die Manifestation von diabetischen Sch&#228;den. Neben der wohlbekannten diabetischen Neuropathie gewinnen die diabetischen Gehirnerkrankungen immer gr&#246;&#223;ere klinische Bedeutung. Ein Schlaganfall verl&#228;uft beim Diabetiker anders als beim Nichtdiabetiker &#150; Diabetes ist direkt mit einem h&#246;heren Risiko f&#252;r eine Demenz assoziiert. Beide Erkrankungen stellen gro&#223;e Herausforderungen an unser Gesundheitssystem dar und sind derzeit noch immer am besten durch Prim&#228;rpr&#228;vention &#150; d.h. Diabetesfr&#252;herkennung und gute Stoffwechseleinstellung &#150; zu behandeln. Diabetes mellitus und Schlaganfall Jeder zehnte Diabetiker erleidet einen Schlaganfall, wobei ein Diabetes oft erst bei der Aufnahme an einer Stroke Unit durch das engmaschige Monitoring neu diagnostiziert wird. An der Stroke Unit der Krankenanstalt Rudolfstiftung stieg der der Anteil der Diabetiker unter den akuten Schlaganfallpatienten von 23% im Jahr 2005 auf fast 30% im Jahr 2008. Pathogenetisch finden sich bei Diabetikern alle Subtypen des isch&#228;mischen Hirninfarktes, wobei lakun&#228;re Infarkte als Endergebnis einer zerebralen Mikroangiopathie am h&#228;ufigsten sind. Isch&#228;mische Schlaganf&#228;lle verlaufen beim Diabetiker bekanntlich anders als beim Nichtdiabetiker. Es finden sich generell h&#228;ufiger Lakunen als makroangiopathische Territorialinfarkte (Abb. 2). Isch&#228;mische Infarktareale beim Diabetiker neigen eher zur sekund&#228;ren Einblutung und k&#246;nnen somit Anlass zur klinischen Verschlechterung in den ersten Tagen post-stroke geben. Wenn eine akute systemische Lyse als Rekanalisationstherapie eingesetzt wird, zeigen Dia-betiker eine geringere Rekanalisationsrate und somit ein schlechteres neurologisches Ergebnis. Daf&#252;r d&#252;rfte die bei Diabetikern gest&#246;rte plasmatische Gerinnung bzw. Fibrinolyse mit deutlich erh&#246;hten Plasminogen-Aktivator-Inhibitor-Spiegeln verantwortlich sein. Somit m&#252;ssten in Zukunft beim akuten zerebralen Gef&#228;&#223;verschluss des Diabetikers andere Rekanalisationsverfahren &#150; etwa mechanische Thrombektomie oder nicht plasminogenbasierte Fibrinolytika &#150; zum Einsatz kommen. Ein erh&#246;hter Blutzuckerspiegel im akuten Schlaganfall ist wiederum generell mit einem schlechteren Outcome drei Monate nach dem Ereignis verkn&#252;pft, deshalb wird an der Stroke Unit unter anderem ein engmaschiges Blutzuckermonitoring durchgef&#252;hrt. Die aktuelle GLIAS-Studie ergab, dass &#150; unabh&#228;ngig davon, ob Diabetes mellitus oder nicht &#150; ein BZ-Spiegel &#252;ber 155mg/dl innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Schlaganfall wiederum unabh&#228;ngig von Alter und Infarktgr&#246;&#223;e mit einer dreimal h&#246;heren Mortalit&#228;t und einer 2,7-mal h&#246;heren Wahrscheinlichkeit f&#252;r ein schlechtes funktionelles Ergebnis nach drei Monaten verbunden war. In der zerebrovaskul&#228;ren Sekund&#228;rpr&#228;vention stellen Dia-betiker eine besondere Herausforderung dar, weil die obere Blutdruckschwelle mit einem Zielwert von maximal 135mmHg systolisch noch niedriger als beim Nichtdiabetiker angelegt werden muss. Da 70% aller Hirninfarktpatienten auch unter Hypertonie leiden, bedarf es f&#252;r diese Patienten einer besonderen Motivation und Kontrolle, um die notwendige Polymedikation auch verl&#228;sslich l&#228;ngerfristig umzusetzen. Die medizinischen Grundprinzipien sind f&#252;r Diabetiker und Nichtdiabetiker sonst prinzipiell gleich &#150; Blutdrucksenkung ist hoch effektiv in der zerebrovaskul&#228;ren Sekund&#228;rpr&#228;vention, ebenso die Cholesterinsenkung auf Zielwerte von LDL unter 100mg/dl. Thrombozytenaggregationshemmer sind dort, wo sie indiziert sind, ebenso effektiv, das Gleiche gilt f&#252;r die orale Antikoagulation zur Verh&#252;tung kardioembolischer Ereignisse bei Vorhofflimmern. F&#252;r ein orales Antidiabetikum (Pioglitazone) konnte sogar neben der Stoffwechseleinstellung ein additiver risikoreduzierender Effekt f&#252;r den isch&#228;mischen Hirninfarkt gezeigt werden (PROACTIVE-Studie, 2007). Da der Diabetes mellitus und das metabolische Syndrom immer h&#228;ufiger werden, m&#252;ssen die zerebrovaskul&#228;ren Sekund&#228;rpr&#228;ventionsstrategien allen &#196;rzten bekannt sein und mit Engagement vertreten werden. Alle Ma&#223;nahmen zur Beendigung von Nikotin-abusus sind bei Diabetikern genauso notwendig und effektiv wie in der sonstigen Population. Auch dem Aspekt des Passivrauchens sollte bei Diabetikern mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Symptomatische, hochgradige (&#x3E;70%) Karotisstenosen sollten auch bei Diabetikern fr&#252;hzeitig, d.h. innerhalb der ersten 14 Tage nach dem klinischen Ereignis einer TIA oder eines Insultes, saniert werden. Dabei stehen sich CAS (Carotid Artery Stenting) und CEA (Karotis-endarteriektomie) nach aktueller Evidenzlage ann&#228;hernd gleichwertig gegen&#252;ber. Entscheidend f&#252;r die jeweilige Eingriffsvariante sind die Morphologie der Stenose und die Verf&#252;gbarkeit. Diabetiker mit einer symptomatischen Karotis-stenose haben innerhalb von f&#252;nf Jahren sowohl bei konservativer wie auch bei operativer Therapie ein h&#246;heres Rezidivrisiko als Nichtdiabetiker. F&#252;r sie besteht m&#246;glicherweise ein Trend zu einer h&#246;heren 30-Tages-Mortalit&#228;t nach einem Karotiseingriff. F&#252;r die CAS-Studien SPACE und EVA-3S wurden bislang noch keine Subgruppenanalysen zu Dia-betikern publiziert, sodass sowohl Komplikationsrate als auch Langzeitergebnisse offen sind. Diabetes mellitus und Kognition Der Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und kognitiven St&#246;rungen, der klinisch t&#228;tigen Neurologen seit jeher empirisch bekannt war, wurde in den letzten Jahren durch zahlreiche gro&#223;e klinische Studien bewiesen. Es zeigte sich, dass nicht nur die Pr&#228;valenz von vaskul&#228;rer Demenz, sondern auch von degenerativen Demenzen, wie etwa Morbus Alzheimer, bei Diabetikern erh&#246;ht ist. Heute ist unbestritten, dass Diabetiker ein erh&#246;htes kardiovaskul&#228;res Risiko und damit auch ein h&#246;heres Risiko f&#252;r kognitive Beeintr&#228;chtigungen haben. Dia-betes mellitus ist somit ein klassischer Risikofaktor f&#252;r das vorzeitige Entstehen einer Demenz &#150; egal welcher Genese. Schon f&#252;r Typ-1-Diabetiker mit Manifestation in Kindheit und Jugend ist etwa bekannt, dass sie bei sogenannten Speed-Aufgaben wie Reaktionsgeschwindigkeit und geteilte Aufmerksamkeit und auch bei Tests der Exekutivfunktionen schlechter als gesunde Altersgenossen abschneiden. Wenn dann im fortgeschrittenen Alter ein sogenanntes Mild Cognitive Impairment auftritt, zeigen Diabetiker eine h&#246;here Konversionsrate zur Demenz als Nichtdiabetiker. Diabetes ist mit generalisierten mikro- und makrovaskul&#228;ren Ver&#228;nderungen assoziiert, die sich auch an den hirnzuf&#252;hrenden Arterien, am Circulus arteriosus Willisi und den zerebralen Arterien und Arteriolen auswirken. Die h&#228;ufig gleichzeitig vorliegende Hypercholesterin&#228;mie ist nach neuropathologischen Untersuchungen mit einer gesteigerten Ablagerung von Amyloid im Gehirngewebe verbunden. Schwankungen des Blutzuckerspiegels in Kombination mit vermehrten glykosylierten Stoffwechselendprodukten k&#246;nnen durchaus toxisch f&#252;r die autochthonen Gehirnzellen sein. Insulin selbst ist &#252;ber Rezeptoren direkt an der Funktion der Hippokampusneurone, die f&#252;r essenzielle Ged&#228;chtnisprozesse zust&#228;ndig sind, beteiligt. Es ist gesichert, dass chronische Hyperinsulin&#228;mie zur Beschleunigung der zerebralen Alterungsprozesse und zur fr&#252;hzeitigen Demenz f&#252;hrt. Zurzeit sind jedenfalls die genauen pathophysiologischen Beziehungen zwischen Diabetes mellitus und den Haupttypen der Demenz &#150; vaskul&#228;r und degenerativ &#150; noch Gegenstand intensiver Forschung. Dazu braucht es gro&#223;e longitudinale Populationsstudien mit gesicherten Diagnosekriterien f&#252;r verschiedene Demenzformen inklusive zerebraler Bildgebung und guter Dokumentation der Komorbidit&#228;t von Diabetikern. Eine zentrale Frage w&#228;re etwa, warum der eine Diabetiker fr&#252;hzeitig kognitive Einbu&#223;en erf&#228;hrt und der andere bei gleichem Krankheitsverlauf des Dia-betes eben nicht. So scheint es sich in einer lebenslangen Perspektive des Zusammenhangs zwischen Diabetes und Hirnfunktion (&#132;cognition&#147;) herauszukristallisieren, dass es beim Diabetiker zwei vulnerable Phasen f&#252;r das Gehirn gibt: die kindliche Gehirnentwicklung mit Myelinisierung und Synaptogenese und sp&#228;ter dann eine Beschleunigung der zerebralen Alterungsprozesse im Senium (&#252;ber 65 Jahre). Als gesichert gilt auch, dass die genetische Pr&#228;disposition sowohl an der Manifestation eines Diabetes mellitus &#150; bei Typ 1 mehr als bei Typ 2 &#150; als auch einer degenerativen Demenz einen gro&#223;en Anteil hat. Hinzu kommen f&#252;r das Risiko einer kognitiven Beeintr&#228;chtigung noch s&#228;mtliche zerebrovaskul&#228;ren Komplikationen bei Dia-betikern, die im Abschnitt &#252;ber den Schlaganfall beschrieben sind. F&#252;r die Praxis wesentlich ist dabei das Wissen, dass zwar die Folgen der zerebralen Mikro- und Makroangiopathie mit den aktuellen Methoden der zerebralen Bildgebung darstellbar sind, nicht aber die mikrostrukturellen Ver&#228;nderungen der neurodegenerativen Krankheitsprozesse. Viele vor allem lakun&#228;re Schlaganfallereignisse k&#246;nnen klinisch stumm verlaufen, sodass trotz steigender zerebraler L&#228;sionslast nur diskrete klinische Ver&#228;nderungen an Kognition und Verhalten fassbar sind. Somit bedarf es in der Versorgung von diabetischen Senioren einer guten Kenntnis von klinischen Methoden zur Fr&#252;herkennung von Mild Cognitive Impairment, d.h. alltagsrelevanter St&#246;rungen der Merkf&#228;higkeit, allgemeiner Verlangsamung geistiger Prozesse und reduzierter geistiger Flexibilit&#228;t. Diabetes mellitus und Neuropathie Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass ein Dia-betes mellitus an allen Gewebekomponenten der peripheren Nerven schwere degenerative Ver&#228;nderungen verursacht. Eine Neuropathie wird diagnostiziert, wenn Axon und/oder Myelinscheide eines peripheren Nervs gesch&#228;digt sind. Krankheitsdauer und Qualit&#228;t der Stoffwechseleinstellung korrelieren dabei direkt mit dem Schweregrad der Nervenl&#228;sion. 15 Jahre nach Krankheitsbeginn findet man kaum mehr einen Diabetiker mit intakter Funktion der distalen sensiblen Nervenendigungen. Es kommt jedoch zu v&#246;llig unterschiedlichen klinischen Bildern der Nervensch&#228;digung &#150; sowohl Mononeuropathie wie Poly-neuropathie, schmerzhafte und schmerzlose Manifestationen sind m&#246;glich. Am h&#228;ufigsten ist sicherlich die distal symmetrische sensible axonal-demyelinisierende Form der Polyneuropathie, die schwerpunktm&#228;&#223;ig die Akren der Extremit&#228;ten zuerst betrifft. Patienten klagen &#252;ber sockenf&#246;rmiges Taubheits-, Enge- oder K&#228;ltegef&#252;hl &#150; jeder vierte leidet zus&#228;tzlich unter neuropathischem Schmerz. Brennende F&#252;&#223;e und einschie&#223;ender Schmerz vor allem nachts und in Ruhe sind hierf&#252;r typisch. Die Diagnose einer diabetischen Neuropathie wird durch die klinisch-neurologische Untersuchung (abgeschw&#228;chte Muskeleigenreflexe, Pallhyp&#228;sthesie, sensible Ataxie, atrophische St&#246;rungen der Haut und Anhangsgebilde) gestellt und kann durch eine Neurographie spezifiziert und quantifiziert werden. Hier haben internistische und neurologische Fachgesellschaften unterschiedliche klinische Pfade zur Diagnostik empfohlen &#150; wesentlich ist immer die Fr&#252;herkennung, weil es keine kausale Therapie au&#223;er der Diabeteseinstellung gibt. Die wichtigste Behandlungss&#228;ule ist eine ad&#228;quate Stoffwechseleinstellung mit einem HbA1c</description>
	  <pubDate>Tue, 12 May 2009 09:08:31 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFh</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFh</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>ST&#214;RUNG UND ERHOLUNG DER SPRACHE NACH SCHLAGANFALL</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFm</link>
	  <description>Funktionelle zerebrale Korrelate: St&#246;rung und Erholung der Sprache nach Schlaganfall Der Lokalisation der Sprache im Gehirn galt seit jeher das wissenschaftliche Interesse. Durch Vergleich klinischer Symptome und Post-mortem-Studien am Gehirngewebe gelang es Paul Broca und Carl Wernicke, zwei wichtige Lokalisationen von Sprachfunktionen zu finden. Heute stehen ausgefeilte Methoden der funktionellen Bildgebung zur Verf&#252;gung, um nicht nur pathologische Zust&#228;nde genauer zu untersuchen, sondern auch um dem Gehirn gesunder Personen bei der Arbeit zuzusehen.Das menschliche Gehirn wiegt durchschnittlich 1.300g und macht damit 2% des K&#246;rpergewichtes aus, darin befinden sich 130.000.000.000 Nervenzellen und 150.000.000.000.000 Synapsen. Um dieses leistungsf&#228;hige Organ zu untersuchen, stehen sowohl morphologische Methoden wie L&#228;sionsstudien mit pathologisch-anatomischen Substraten als auch morphologische bildgebende Verfahren wie CT und MRT zur Verf&#252;gung. Zus&#228;tzlich gibt es heute funktionelle Methoden wie die kortikale Elektrostimulation, Elektroenzephalographie und funktionelle bildgebende Verfahren zur Messung der Hirndurchblutung wie Positronenemissionstomographie (PET), funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) und Single-Photon-Emissionstomographie (SPECT), mit denen die Funktion des Gehirns &#252;ber den Energieverbrauch und &#252;ber die Durchblutung gemessen werden kann (Abb. 1). Zur Energiegewinnung verbraucht das Gehirn zu 97% Glukose. &#132;Der Untersuchungsgang, der zur funktionellen Darstellung von Prozessen im Gehirn notwendig ist, sieht schematisch wie folgt aus: Radioaktiv angereicherte Glukose, z.B. 18-Fluoro-Desoxy-Glukose, wird intraven&#246;s appliziert, der Radiotracer wird &#252;ber den Blutweg zum Gehirn transportiert und nimmt an verschiedenen Stoffwechselprozessen teil. W&#228;hrenddessen misst der PET-Scanner die r&#228;umliche Verteilung der Aktivit&#228;t&#147;, erkl&#228;rte Prof. W.-D. Heiss vom Max-Planck-Institut f&#252;r Neurologische Forschung in K&#246;ln. &#132;Diese Daten werden durch einen Rechner in Schnittbilder umgerechnet. Es wird eine Ruhemessung durchgef&#252;hrt, danach eine Aktivierungsmessung, w&#228;hrend der der Proband die gew&#252;nschte Aufgabe durchf&#252;hrt, und schlie&#223;lich werden die zwei Bilder voneinander subtrahiert. Das entstehende Bild zeigt die Aktivit&#228;t bestimmter Gehirnregionen f&#252;r eine bestimmte Funktion. Aphasie &#150; Sprache ist eine Funktion eines Netzwerkes &#132;Die Hauptursache f&#252;r den Erwerb einer Sprachst&#246;rung ist mit rund 75% ein Schlaganfall, daneben sind Sch&#228;delhirntraumen, Tumoren oder entz&#252;ndliche zerebrale Erkrankungen f&#252;r Aphasien verantwortlich&#147;, so Heiss. Zu den bekannten Aphasiesyndromen z&#228;hlen die motorische oder Broca-Aphasie, die sensorische oder Wernicke-Aphasie, die Globalaphasie, die amnestische Aphasie, die Leitungsaphasie und die transkortikalen (motorischen und sensorischen) Aphasien. Diese Einteilungen werden klinisch erarbeitet, das am h&#228;ufigsten verwendete Instrument zur Aphasiediagnostik im deutschsprachigen Raum ist der Aachener Aphasietest. &#132;Wenn man zu den einzelnen Aphasiesyndromen nun Lokalisationsuntersuchungen macht, sieht man, dass diese verschiedenen Aphasietypen in funktionellen Untersuchungen nicht allein durch die Lokalisation der St&#246;rung erkl&#228;rt werden k&#246;nnen, denn Sprache ist eine Funktion eines Netzwerkes und nicht nur der isolierten Lokalisation&#147;, betonte Heiss. Die Schweregrade der Aphasie und auch die Langzeitprognose sind sehr unterschiedlich, abh&#228;ngig davon, in welchen Regionen der Stoffwechsel beeintr&#228;chtigt ist. Die Stoffwechselbeeintr&#228;chtigung ist entscheidend f&#252;r den Ausfall der Funktion, sie muss aber nicht unbedingt mit der morphologischen L&#228;sion &#252;bereinstimmen. Eine Studie an 23 Patienten (Alter 56&#177;13 Jahre, f=8/m=15) zeigte bei 9 Patienten haupts&#228;chlich frontale, bei 7 temporale und bei weiteren 7 subkortikale L&#228;sionsareale. Im Aachener Aphasietest waren folgenden Aphasietypen zuzuordnen: Broca-Aphasie (6), Wernicke-Aphasie (5), Leitungsaphasie (1), transkortikal sensorische Aphasie (2), amnestische Aphasie (4) und 5 Patienten mit einer nicht eindeutig zuordenbaren Restaphasie. Die Stoffwechselraten dieser 23 Patienten wurden nun mit denen von 10 gesunden Probanden etwa im gleichen Alter verglichen. Die Patienten wurden 2 und 6 Wochen nach dem Infarkt mittels AAT untersucht, die zerebralen Stoffwechselraten wurden mittels PET ebenfalls 2 und 6 Wochen nach dem zerebrovaskul&#228;ren Ereignis bestimmt. Die Aufgabe f&#252;r die Messung in Aktivierung bestand darin, Worte nachzusprechen, in Ruhebedingungen befanden sich die Patienten und Probanden in einem abgedunkelten Raum mit geschlossenen Augen. Analysiert wurde der regionale Blutfluss in 14 sprachaktivierten Hirnregionen, definiert durch rekonstruierte Oberfl&#228;chenaufnahmen mittels MRT und koregistriert zu den PET-Aufnahmen. Klinisch zeigte sich, dass die Patienten mit subkortikalen und frontalen L&#228;sionen in den Dimensionen Nachsprechen, Sprachverst&#228;ndnis und Benennen deutlichere Fortschritte machten verglichen mit der Gruppe der Patienten mit temporal lokalisierten L&#228;sionen. Es zeigte sich, dass Patienten, die ihre links-temporalen Areale reaktivieren k&#246;nnen, ein signifikant besseres Outcome haben als Patienten, die das nicht k&#246;nnen und stattdessen eine Aktivierung der korrespondierenden rechts-temporalen Region oder der rechtshemisph&#228;rischen Broca-Region zeigen. In einer doppelblinden prospektiven randomisierten Studie an 24 Aphasiepatienten mit Piracetam (4.800mg Tagesdosis) bzw. Placebo zeigten sich &#228;hnliche Resultate. Die Patienten wurden 2 Wochen nach Infarkt und 6 Wochen nach Infarkt mittels AAT, neuropsychologischer Tests und PET untersucht. In der Piracetam-Gruppe hatten sich die Patienten hinsichtlich des verbalen Kommunikationsverhaltens, der semantischen und syntaktischen Struktur signifikant verbessert. Dies ging einher mit der &#196;nderung der Aktivierungsmuster der Sprache. Patienten in der Piracetam-Gruppe konnten die links-temporalen Areale signifikant h&#228;ufiger aktivieren und im Vergleich dazu das kontralaterale Broca-Areal nicht in dem Ausma&#223; aktivieren wie jene in der Placebogruppe. &#132;Man kann also sagen, dass die Regeneration bei schlaganfallbedingter Aphasie zu einem Gro&#223;teil von der funktionellen Reintegration eloquenter Areale der dominanten Hemisph&#228;re abh&#228;ngt, besonders der temporalen Regionen (Abb. 2)&#147;, so Heiss, &#132;diese Reaktivierung ist effizienter als die F&#246;rderung des transkallosalen Transfers und die R&#252;ckbildung von Funktionen innerhalb eines bilateralen Netzwerks. Es ist also sehr wichtig, die urspr&#252;nglichen dominanten Areale zu aktivieren, anstatt andere Teile des Netzwerks mit einzubeziehen, die normalerweise an der Sprachfunktion nicht beteiligt sind.&#147; Experimenteller Ansatz in der Therapie der Aphasien Ein experimenteller Ansatz, die Aktivierung der rechten Hemisph&#228;re zu unterbinden, ist die Stimulation rechtshemisph&#228;rischer Areale mittels niederfrequenter (5Hz) transkortikaler Magnetstimulation w&#228;hrend sprachrelevanter Aufgaben, die zu einer Hemmung der kortikalen Areale f&#252;hrt. Dies spiegelt sich in der PET durch eine Verminderung der Durchblutung in diesem Areal wider. Gleichzeitig kommt es dadurch zu einer Aktivierung und Mehrdurchblutung der spiegelverkehrten Region in der kontralateralen Hemisph&#228;re, da die transkallosale Hemmung wegf&#228;llt. Dieser Effekt wird derzeit experimentell in der Therapie der Aphasien eingesetzt. &#132;Man kann also sagen, dass L&#228;sionen in sprachrelevanten Arealen der dominanten Hemisph&#228;re die funktionelle Hirnasymmetrie nivellieren. Erholung von oder Anpassung an Hirnl&#228;sionen in Spracharealen der dominanten Hemisph&#228;re zielt darauf ab, die funktionelle Hirnasymmetrie, welche die linke Hemisph&#228;re beg&#252;nstigt, wieder herzustellen&#147;, so Heiss abschlie&#223;end. quelle:12. Jahrestagung der &#214;sterreichischen Gesellschaft f&#252;r Schlaganfallforschung 2009, 30.&#150;31. J&#228;nner 2009, Krems</description>
	  <pubDate>Sat, 25 Apr 2009 07:36:24 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFm</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFm</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>KOGNITIVE REHABILITATION: MIT MASSGESCHNEIDERTEN TRAININGSPROGRAMMEN ZUM ERFOLG</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFn</link>
	  <description>Motorische Funktionen sind nicht der einzige Aspekt in der Rehabilitation nach Insulten oder traumatischen Hirnsch&#228;digungen. Gro&#223;e Probleme k&#246;nnen auch Ged&#228;chtnis, Aufmerksamkeit und funktionelle Kommunikation verursachen. &#220;ber M&#246;glichkeiten der Besserung durch gezieltes Training referierten Experten anl&#228;sslich einer internationalen Tagung f&#252;r Neurorehabilitation in Wien.Welche neuronalen Netzwerke sind involviert? Das ist eine der wichtigsten Fragen bei der Planung ma&#223;geschneiderter Rehabilitationsprogramme f&#252;r Patienten mit zerebralen Sch&#228;digungen. &#132;Eine funktionell-topographische Lokalisation der L&#228;sionen erm&#246;glicht nicht nur eine bessere Charakterisierung der St&#246;rung selbst, sondern hilft auch dabei, bessere Konzepte f&#252;r die Wiederherstellung verloren gegangener Funktionen zu erarbeiten&#147;, betonte Prof. Dr. St&#233;phanie Clarke, Universit&#228;t Lausanne. Nur so k&#246;nnen die Plastizit&#228;t des Gehirns gen&#252;tzt, Funktionsverluste kompensiert und Autonomie erreicht werden. Zur Therapieplanung z&#228;hlt daher prim&#228;r eine Analyse des Defizits sowie von dessen Ursachen und Auswirkungen. Auch gilt es, die erhaltenen Kapazit&#228;ten und Bew&#228;ltigungsm&#246;glichkeiten zu erkennen. Simulierte und reale Alltagssituationen sind Bestandteil des therapeutischen Settings, ebenso das Miteinbeziehen wichtiger Bezugspersonen in st&#252;tzender beziehungsweise kotherapeutischer Funktion. &#132;Kriterium f&#252;r den Therapieerfolg sind das Erreichen alltags-bezogener Therapieziele sowie eine Verbesserung des pers&#246;nlichen Befindens&#147;, fasste Clarke zusammen. Apraxie &#220;ber den Nutzen von individuellen Trainingsprogrammen bei Apraxie referierte Prof. Dr. Georg Goldenberg, Klinikum Bogenhausen/M&#252;nchen. &#132;Die Apraxie als Unf&#228;higkeit, K&#246;rperteile und Gegenst&#228;nde funktionell zweckm&#228;&#223;ig einzusetzen, obwohl alle elementaren motorischen Einzelleistungen m&#246;glich sind und weder Ataxie, Dyskinesie oder Sensibilit&#228;tsst&#246;rungen vorliegen, kann die Wiederherstellung von Selbstst&#228;ndigkeit enorm beeintr&#228;chtigen&#147;, so Goldenberg. Im Gegensatz zu den einfachen motorischen St&#246;rungen manifestiert sich die Apraxie meist bilateral nach einer Sch&#228;digung des motorischen Assoziationskortex in der sprachdominanten Hemisph&#228;re. Apraxien zeigen sich in drei Teilgebieten: dem Imitieren von Gesten, der Ausf&#252;hrung bedeutungsvoller Gesten auf Aufforderung und dem Gebrauch von Werkzeugen und Objekten. Dabei gibt es nach bisherigem Wissen separate Kombinationen von Schaltkreisen f&#252;r die Imitation von Gesten und Bewegungen, je nachdem, ob diese bedeutsam sind oder nicht. Entsprechend k&#246;nnen Sch&#228;digungen auch isoliert die Steuerung n&#252;tzlicher gegenstandsbezogener Gesten und Handlungen betreffen oder Schaltkreise, die f&#252;r die Steuerung abstrakterer Imitationsvorg&#228;nge verantwortlich sind. Je nach Art der St&#246;rung sind die Erfolge eines Trainings unterschiedlich. Da es kaum zu einer Generalisierung kommt, m&#252;ssen gezielt jene Funktionen trainiert werden, die der Patient f&#252;r die Bew&#228;ltigung seines Alltags am meisten braucht. Als Beispiel f&#252;hrte Goldenberg das Training von kommunikativen, nicht objektbezogenen Gesten an, die dem aphasischen Patienten &#150; Aphasie und Apraxie sind oft kombiniert &#150; eine wichtige M&#246;glichkeit der Kommunikation er&#246;ffnen. In einer von Goldenberg durchgef&#252;hrten kontrollierten Studie an Patienten mit schwerer Aphasie konnte die Ausf&#252;hrung solcher Gesten durch gezieltes Training hochsignifikant verbessert werden. Ged&#228;chtnis Auch bei Ged&#228;chtnisst&#246;rungen muss das Training gezielt auf die individuellen Bed&#252;rfnisse und Anforderungen der Patienten abgestimmt werden. Prof. Dr. Barbara A. Wilson, Cognition and Brain Science Unit, Cambridge, verwies in diesem Zusammenhang auf das SMART-Konzept. Das Akronym steht f&#252;r &#132;Specific, Measurable, Achievable, Realistic and Time-based&#148;. Die Ausgangsleistung und Bed&#252;rfnisse der Trainierten m&#252;ssen ber&#252;cksichtigt werden, eine Evaluierung der Wirksamkeit einzelner Trainingselemente soll m&#246;glich sein, &#252;bertrieben hohe Anforderungen sollen vermieden werden und der Zeitrahmen soll klar abgesteckt sein. Neben externen Hilfen in Form von Erledigungslisten, Pinnw&#228;nden, Wegbeschreibungen oder Ged&#228;chtnisb&#252;chern werden spezifische ged&#228;chtnisf&#246;rdernde Strategien der Informationsverarbeitung angewandt. Dazu z&#228;hlen Techniken wie das schrittweise Ausschleichen von Hinweisreizen (vanishing cues), die bildliche Vorstellung von Information (visual imagery), das Gruppieren von Einzelinformationen, wiederholter Informationsabruf nach ansteigenden Zeitintervallen (&#132;spaced retrieval&#147;) oder fehlerfreies Lernen (&#132;errorless learning&#147;). Ziel aller Techniken ist eine Verbesserung von Alltagsleistungen bzw. die Reduktion von Problemen, die aus der Ged&#228;chtnisst&#246;rung resultieren. Jeder Patient verwendet individuell relevante Materialien. &#132;Kriterium f&#252;r den Therapieerfolg ist das Erreichen alltagsbezogener Therapieziele und das Verbessern des pers&#246;nlichen Befindens&#147;, so Wilson abschlie&#223;end. Aufmerksamkeit und Konzentration W&#228;hrend bei Ged&#228;chtnisst&#246;rungen und Apraxie das Training haupts&#228;chlich auf zwischenmenschlicher Interaktion beruht, steht beim Training von Aufmerksamkeit und Konzentration der Computer im Mittelpunkt des Geschehens. &#132;Der Grund f&#252;r die Bevorzugung des Computers liegt darin, dass dieser eine pr&#228;zise Steuerung der zeitlichen und strukturellen Anforderungen des individuellen Patienten erlaubt&#147;, erkl&#228;rte Prof. Dr. Walter Sturm, Universit&#228;tsklinik Aachen. Au&#223;erdem sei nur mittels Computer die n&#246;tige Gleichf&#246;rmigkeit der Situation gew&#228;hrleistet, die gerade im Bereich der Daueraufmerksamkeit und Vigilanz Voraussetzung f&#252;r eine gezielte Behandlung ist. Durch systematische Leistungsr&#252;ckmeldung bietet der Computer dem Patienten die M&#246;glichkeit, die Selbstwahrnehmung zu verbessern und somit Aufmerksamkeitsressourcen optimal zu verteilen. Aufmerksamkeitsst&#246;rungen z&#228;hlen zu den h&#228;ufigsten neuropsychologischen Beeintr&#228;chtigungen nach erworbenen Hirnsch&#228;digungen. Sie sind bei etwa 80% der Patienten nach Schlaganfall, Sch&#228;del-Hirn-Trauma oder anderen ZNS-Erkrankungen zu beobachten. Im Wesentlichen werden f&#252;nf Aufmerksamkeitskomponenten unterschieden: Alertness, Vigilanz (Daueraufmerksamkeit), selektive Aufmerksamkeit, visuor&#228;umliche Aufmerksamkeit und geteilte Aufmerksamkeit. Intellektuelle und praktische F&#228;higkeiten werden durch Aufmerksamkeitsst&#246;rungen in erheblichem Ma&#223;e beeintr&#228;chtigt. &#132;Betroffenen Patienten ein ma&#223;geschneidertes Training anbieten und konkrete Erfolge in Aussicht stellen zu k&#246;nnen, ist ein wichtiger Bereich der kognitiven Rehabilitation&#147;, betonte Sturm. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Datenlage, die die Effektivit&#228;t einer computergest&#252;tzten Aufmerksamkeitstherapie konsistent belegt. Allerdings sei eine hohe Trainingsfrequenz erforderlich und eine Generalisierung nicht zu erwarten. Wie beim Apraxie-Training m&#252;ssen die verschiedenen Funktionsbereiche separat trainiert werden. Quelle des Artikels Kognitive Rehabilitation: mit ma&#223;geschneiderten Trainingsprogrammen zum Erfolg:Gemeinsame Jahrestagung der &#214;sterreichischen, der Deutschen und der Schweizer Gesellschaften f&#252;r Neurorehabilitation, Sitzung &#132;Kognitive Rehabilitation&#147;, Wien</description>
	  <pubDate>Mon, 30 Mar 2009 09:26:52 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFn</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFn</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>Die UN-Konvention &#252;ber die Rechte behinderter Menschen</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFk</link>
	  <description>Vortrag von Professor Andreas Fr&#246;hlich</description>
	  <pubDate>Thu, 26 Mar 2009 10:00:13 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFk</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFk</comments>
	</item>
	<item>
	  <title>SPRACHLOSER AUFSCHREI</title>
	  <link>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFl</link>
	  <description>Man kann nicht nicht kommunizieren sagte schon Paul Watzlawick. Zum Tag der Logop&#228;die m&#246;chten wir darauf aufmerksam machen, dass nach wie vor Menschen, die kaum oder nicht sprechen k&#246;nnen, nach wie vor von Ihren Mitmenschen ausgeschlossen, ignoriert und diskriminiert werden.Im Anhang finden Sie die Geschichte von Frau Gaby May, einer Klientin der steirischen Mosaik GmbH. Wir w&#252;rden uns freuen, wenn Sie diese Geschichte aktiv weiterverbreiten w&#252;rden, damit m&#246;glichst viele Menschen davon erfahren und zu beginnen, auch einmal umzudenken.Mehr dazu finden Sie unter: SPRACHLOSER AUFSCHREI - KOMMUNIKATION EINMAL ANDERS</description>
	  <pubDate>Sat, 07 Mar 2009 11:10:37 +0100</pubDate>
	  <guid>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFl</guid>
	  <dc:creator>Ursula</dc:creator>
	  <comments>http://www.basale.at/system/article/index.php?opnparams=UXNQbVJqVjhVYQFl</comments>
	</item>
  </channel>
</rss>
